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Wie bringt man seinem Kind bei, aufs Töpfchen zu gehen – und warum macht Ihr Kind immer noch sein großes Geschäft in die Windel, obwohl es schon aufs Töpfchen pinkeln kann?

Wie bringt man seinem Kind bei, aufs Töpfchen zu gehen – und warum macht Ihr Kind immer noch sein großes Geschäft in die Windel, obwohl es schon aufs Töpfchen pinkeln kann?

Warum will mein Kind noch nicht aufs Töpfchen machen?

Bevor wir zu den Tipps kommen, ist es wichtig zu verstehen, warum ein Kleinkind sein großes Geschäft oft noch in die Windel macht, obwohl es schon aufs Töpfchen pinkeln kann. Die Antwort ist nicht einfach – sie hängt von mehreren körperlichen und emotionalen Faktoren ab.

Körperwahrnehmung und Kontrolle

Kinder entwickeln die Kontrolle über ihre Körperfunktionen nach und nach. Meist lernen sie zuerst, den Urin zu kontrollieren, weil das weniger körperliche Koordination erfordert. Der Stuhlgang hingegen verlangt eine andere Form der Wahrnehmung: Das Kind muss erkennen, wann sein Körper bereit für eine Darmentleerung ist und dann den richtigen Zeitpunkt und Ort dafür wählen. Das Gefühl, urinieren zu müssen, ist oft dringlicher und für ein Kind leichter zu erkennen, während der Stuhlgang komplexer ist und mehr Zeit braucht, um verstanden und gesteuert zu werden.

Angst vor dem Töpfchen

Manche Kinder haben Angst oder fühlen sich unwohl, wenn sie aufs Töpfchen machen sollen. Für ein Kleinkind, das gerade erst diese neue Art des Toilettengangs lernt, kann das Töpfchen ungewohnt und unbequem wirken. Es kann Sorge haben, etwas falsch zu machen, die Kontrolle zu verlieren oder dass der Vorgang überwältigend ist. Diese Angst ist eine natürliche Reaktion auf eine große Veränderung in ihrem Alltag.

Ein Gefühl von Kontrolle

Vorschulkinder entwickeln ein starkes Bedürfnis nach Selbstständigkeit und Kontrolle über ihr eigenes Leben. Manchmal ist es ein Ausdruck dieses Bedürfnisses, wenn sie sich weigern, aufs Töpfchen zu machen. Auch wenn sie schon das Pinkeln gelernt haben, bevorzugen sie beim Stuhlgang noch die Windel, um die Kontrolle über ihren Körper und ihre Entscheidungen zu behalten.

Das Ritual und der Komfort der Windel

Für viele Kleinkinder steht die Windel für Vertrautheit und Geborgenheit. Jeder Elternteil weiß, wie sehr Kinder das Sicherheitsgefühl einer Windel schätzen – nicht nur aus praktischen Gründen, sondern auch, weil sie sich ohne Gedanken über Zeitpunkt oder Ort erleichtern können. Deshalb verschieben manche Kinder den vollständigen Abschied von der Windel, besonders beim Stuhlgang.

Wie Sie Ihr Kind ans Töpfchen gewöhnen
Auf den richtigen Zeitpunkt warten

Jedes Kind entwickelt sich in seinem eigenen Tempo. Es besteht also kein Grund, beim Sauberwerden zu drängen. Die meisten Kinder zeigen zwischen 18 Monaten und 3 Jahren Anzeichen von Bereitschaft, manche brauchen länger. Ihr Kind sollte erkennen können, wann es muss, und das in einer Weise mitteilen, die Ihnen ermöglicht zu reagieren. Wenn Ihr Kind noch nicht bereit wirkt, ist es besser, zu warten und es später erneut zu versuchen.

Positive Assoziationen schaffen

Die Töpfchenerziehung beginnt damit, dass das Kind positive Gefühle zum Töpfchen aufbaut. Machen Sie es zu etwas Spannendem. Lassen Sie Ihr Kind ein Töpfchen auswählen, das ihm gefällt – vielleicht bunt, mit Figuren aus Lieblingssendungen oder in Tierform. Wichtig ist, dass Ihr Kind das Töpfchen als seinen persönlichen Gegenstand empfindet.

Geduldig und konsequent sein

Töpfchentraining braucht Zeit und Geduld. Ihr Kind muss sich an die neue Routine gewöhnen. Achten Sie auf Regelmäßigkeit – setzen Sie es alle paar Stunden aufs Töpfchen, zum Beispiel nach Mahlzeiten, vor dem Schlafengehen oder direkt nach dem Aufwachen. Lob oder kleine Belohnungen können die Motivation steigern.

Keinen Druck ausüben

Üben Sie keinen Druck aus. Wenn Ihr Kind sich wehrt oder nicht aufs Töpfchen will, zwingen Sie es nicht. Das kann zu noch mehr Widerstand führen. Geben Sie ihm Zeit, in seinem eigenen Tempo zu lernen. Rückschläge sind völlig normal.

Das Töpfchentraining spielerisch gestalten

Kinder lieben es zu spielen – integrieren Sie spielerische Elemente. Erzählen Sie Geschichten übers Töpfchen, singen Sie Lieder oder nutzen Sie Kinderbücher, die den Prozess auf unterhaltsame Weise erklären. So wird das Töpfchentraining zu etwas Positivem statt zu einer Pflicht.

Selbstständigkeit fördern

Kinder lieben es, Dinge allein zu tun. Loben Sie jedes Erfolgserlebnis beim Töpfchen. Ermutigen Sie Ihr Kind, die Unterhose selbst herunterzuziehen und wieder anzuziehen – das stärkt sein Selbstbewusstsein und ist ein weiterer Schritt zur Selbstständigkeit.

Wenn Ihr Kind sich weiterhin weigert, sein großes Geschäft aufs Töpfchen zu machen

Wenn Ihr Kind sich immer noch weigert, aufs Töpfchen zu machen, können diese Strategien helfen:

  • Gefühle verstehen: Versuchen Sie, die Emotionen Ihres Kindes nachzuvollziehen. Angst vor Kontrollverlust oder ein neues Erlebnis können Gründe sein. Machen Sie sich nicht lustig und üben Sie keinen Druck aus. Sprechen Sie stattdessen mit ihm, zeigen Sie Empathie und bleiben Sie geduldig.

  • Windeln als Übergang nutzen: Manche Kinder brauchen noch die Geborgenheit einer Windel. Wenn Ihr Kind sich weigert, aufs Töpfchen zu machen, kann ein schrittweiser Übergang helfen – Windel nur für den Stuhlgang, weiterhin aber fürs Pinkeln das Töpfchen. Wichtig ist, sich nicht entmutigen zu lassen und dies als Phase des Lernens zu sehen.


Fazit

Die Töpfchenerziehung erfordert Geduld, Einfühlungsvermögen und Konsequenz. Jedes Kind entwickelt sich in seinem eigenen Tempo, und jede Phase bringt eigene Herausforderungen mit sich. Wenn Ihr Kind schon aufs Töpfchen pinkelt, aber noch nicht sein großes Geschäft dort erledigt, lassen Sie sich nicht entmutigen. Der Schlüssel liegt darin, auf Ihr Kind zu hören, ihm Zeit zu geben und positive Assoziationen mit dem Töpfchen zu schaffen. Jedes Kind ist anders – der Erfolg kommt, wenn Ihr Kind sich wirklich bereit fühlt.

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