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Töpfchentraining: wenn Pipi klappt, der Stuhlgang aber noch nicht

Töpfchentraining: wenn Pipi klappt, der Stuhlgang aber noch nicht

Zwei Entwicklungsschritte, die nicht gleichzeitig kommen müssen

Viele Kinder urinieren bereits ins Töpfchen, möchten für den Stuhlgang aber weiterhin eine Windel. Das ist nicht ungewöhnlich. Der Stuhlgang fühlt sich anders an, braucht mehr Ruhe und kann mit Unsicherheit, einer unangenehmen Erfahrung oder Verstopfung verbunden sein.

Töpfchen im Badezimmer

Ohne Druck begleiten

  • Bieten Sie das Töpfchen regelmäßig an, aber zwingen Sie das Kind nicht.
  • Sorgen Sie für eine stabile Sitzposition. Auf der Toilette helfen ein Verkleinerungssitz und ein Hocker unter den Füßen.
  • Planen Sie nach Mahlzeiten einige ruhige Minuten ein.
  • Loben Sie den Versuch und das Wahrnehmen des Körpers, nicht nur das Ergebnis.
  • Missgeschicke werden ruhig gereinigt – ohne Schimpfen oder Beschämung.
Kindgerechter Platz für das Töpfchentraining

Die Windel schrittweise ablösen

Wenn das Kind ausdrücklich eine Windel verlangt, kann sie zunächst im Badezimmer angezogen werden. Später kann das Kind mit Windel auf dem Töpfchen sitzen. Der nächste Schritt erfolgt erst, wenn es sich sicher fühlt. Kleine, selbst gewählte Schritte funktionieren meist besser als ein abruptes Verbot.

Verstopfung ernst nehmen

Harter oder schmerzhafter Stuhl kann dazu führen, dass Kinder den Stuhl zurückhalten. Achten Sie auf ausreichend Flüssigkeit, Bewegung und eine ausgewogene Ernährung. Bei Schmerzen, Blut im Stuhl, wiederholtem Zurückhalten, sehr hartem Stuhl oder anhaltenden Schwierigkeiten sollte die kinderärztliche Praxis beraten.

Ruhige Begleitung beim Trockenwerden

Fazit

Trockenwerden ist ein Reifungsprozess. Geduld, eine sichere Sitzposition und eine entspannte Atmosphäre helfen mehr als Belohnungsdruck oder feste Fristen.

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