Hautkontakt nach der Geburt: Känguruhen sicher und entspannt

Was bedeutet Känguruhen?
Beim Känguruhen liegt das nur mit Windel bekleidete Baby aufrecht und direkt Haut an Haut auf der Brust eines Elternteils. Der Rücken wird warm zugedeckt. Für Frühgeborene und Babys mit niedrigem Geburtsgewicht ist der möglichst frühe und lange Hautkontakt ein wichtiger Bestandteil der medizinisch begleiteten Versorgung. Auch reife, gesunde Neugeborene profitieren vom Hautkontakt nach der Geburt.

So liegt das Baby sicher
- Setzen oder legen Sie sich leicht zurückgelehnt und gut gestützt hin.
- Das Baby liegt aufrecht Brust an Brust. Der Kopf ist zur Seite gedreht und leicht nach hinten geneigt.
- Nase und Mund bleiben jederzeit frei; Hals und Rumpf liegen gerade.
- Beine und Arme sind gebeugt, der Rücken ist mit einer Decke bedeckt.
- Kontrollieren Sie regelmäßig Atmung, Hautfarbe und Temperatur.
Bleiben Sie wach und aufmerksam. Känguruhen sollte nicht auf einem Sofa oder Sessel stattfinden, wenn die betreuende Person einschlafen könnte. Ist das Baby sehr klein, krank oder an Überwachungsgeräte angeschlossen, zeigt das medizinische Team die passende Position.

Welche Vorteile sind gut belegt?
Hautkontakt unterstützt die Wärmeregulation, beruhigt viele Babys und erleichtert häufig den Stillbeginn. Bei Frühgeborenen und Babys mit niedrigem Geburtsgewicht kann die Känguru-Methode außerdem wichtige gesundheitliche Vorteile haben. Sie ersetzt jedoch keine notwendige ärztliche oder neonatologische Betreuung.
Nach einem Kaiserschnitt oder bei gesundheitlichen Problemen entscheidet das Behandlungsteam, wann und wie der Kontakt sicher möglich ist. Auch der Vater oder eine andere vertraute Betreuungsperson kann Hautkontakt anbieten.
Fazit
Känguruhen braucht keine komplizierte Ausstattung, aber eine sichere Position und eine wache Begleitperson. Lassen Sie sich die Haltung in der Klinik zeigen und genießen Sie die Nähe ohne Zeitdruck.
